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Größenbezeichnung A B C D E F
7/8 190 116 106 52,2 40 69,6
3/4 182 11 105 49 36,5 67,8
1/2 167 102 96 47,1 34,6 59,5
1/4 156 95 90 43,6 32,1 55,3

unterschiedliche Mensuren/Saitenlängen (in cm), zusammengetragen nach Angaben verschiedener Saitenhersteller und Kontrabassbauer:

Größe schwingende Saitenlängen
1/16 70
1/10 71
1/8 80,5 80 80
1/4 90 90 87 90,5
1/2 97,5 97 99 96,5
3/4 106 104 104 106
4/4 >107

Neben den für Kontrabässe typischen Hölzern – Fichte für die Decke, Ahorn für Zargen, Boden und Hals – finden hin und wieder auch andere Hölzer Verwendung. So wird für die Decke neben Fichte und Haselfichte auch Zeder und Kiefer verwendet, für Zargen und Boden Buche, Rotbuche und Pappel, seltener Bergahorn, Esche, Weide, Walnuß, Kirschbaum oder Birnbaum. Hauptsächlich aus Kostengründen wird für Hälse auch Buchenholz und für Griffbretter Palisander oder Brazilholz verwendet. Es gibt aber auch immer wieder Versuche mit ganz anderen Materialien als Holz. In den USA wurden in den 1930er Jahren Bässe aus Aluminium hergestellt. Gedacht waren sie z.B. für Militär- und Schulorchester und ähnliche Einsatzorte. (Mehr dazu unter www.condino.com/aluminum.html) In jüngster Zeit kamen Kohlefaser/Carbon als Werkstoff auf. Inzwischen gibt es neben einzelnen Bestandteilen wie Griffbrettern und Stegen auch komplette Bässe und vorallem Bögen aus Carbon-Composit-Materialien. (Mehr dazu hier.)

RickenbackerMit dem Aufkommen elektrisch verstärkter Instrumente in den 1920er und 1930er Jahren entstanden erste elektrische Kontrabässe (engl. „Electric Upright Bass“ bzw. „EUB“). Diese Bässe haben lediglich einen reduzierten, meist Vollholzkorpus. Dadurch sind sie unempfindlicher gegen Rückkoppelungen und lassen sich einfacher transportieren. Die Idee ist aber schon älter: schon in vergangenen Jahrhunderten gab für Übezwecke „stumme“ Bässe oder Geigen ohne vollwertigen Resonanzkörper. Mit den Mitteln der elektronischen Klangwiedergabe jedoch erschlossen sich Instrumentenbauern wie Musikern neue Möglichkeiten. Die Klangqualität der elektrischen Kontrabässe ließ lange zu wünschen übrig, denn es dauerte einige Jahrzehnte, bis Tonabnehmer und Baß-Verstärker ausgereift waren. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Herstellern, die elektrische Kontrabässe als Einzelanfertigungen oder in Kleinserien herstellen.
Während manche in einem elektrischen Kontrabass lediglich eine komfortabel transportierbare Alternative zum „richtigen“, also akustischen Kontrabass sehen, ist er für Bassisten wie Eberhard Weber, die den elektrischen Kontrabass ausschließlich spielen, ein neues, eigenständiges Instrument. Die Konstruktions-Ansätze sind dementsprechend recht unterschiedlich: während sich einige elektrische Kontrabässe am Klang und Spielgefühl eines akustischen Kontrabasses orientieren, und dem z. T. recht nahe kommen, gehen andere elektrische Kontrabässe bewußt in eigene Richtungen, und lösen sich vom Klangideal des akustischen Vorbilds.